Was ist Gewaltprävention?

 

 

Gewaltprävention für Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen ist ein Programm, dass von der EWTO auf Wunsch vieler Eltern und Lehrern in Zusammenarbeit mit Psychologen, Polizeibeamten, Lehrern, Erziehern und den erfahrensten Selbstverteidigungsexperten, speziell für Kurse im Schulbereich entwickelt wurde. Es beinhaltet die Schulung der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung von Kinder und Jugendlichen gemäß dem aktuellen Lehrplan des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Saarlandes.

 

Diese Kurse werden bereits seit einigen Jahren an zahlreichen Schulen, Volkshochschulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Mädchen- und Fraueninstitutionen usw. mit sehr großem Erfolg angeboten.

 

Der Selbstbehauptungsunterricht an den Schulen vermittelt allen teilnehmenden Kinder und Jugendlichen die Fähigkeit, die Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Grenzen zu ziehen, zu bewachen und zu verteidigen.

 

Die Kurse dienen der Gewaltprävention und enthalten daher einerseits Maßnahmen zur Gefahrenerkennung und –einschätzung sowie die Selbstbehauptung durch den Einsatz von Stimme, Optik, Mimik, Gestik und Haltung und andererseits einfache Selbstverteidigungstechniken, welche ohne besondere Voraussetzungen schnell erlernbar sind.



Was bietet Gewaltprävention?

 

 

Die Kursinhalte richten sich nach der gewünschten Kurslänge (Basis-, Grund- oder Kompaktkurs) und dem jeweiligen Alter der Schüler / innen. Die Thematik wird den Kindern und Jugendlichen anhand der klassischen Schulnoten vermittelt:

 

Wenn ein Schüler sich nicht auf eine Klassenarbeit vorbereitet hat, muss er mi der Note 5 (mangelhaft) oder gar mit der Note 6 (ungenügend) rechnen. Genauso verhält es sich in einer bedrohlichen Situation. Wer sich darauf nicht vorbereitet hat, stellt das typische Opfer dar und ist dem vermeintlichen Angreifer mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Um dieses zu vermeiden, lernen die Schüler sich zu schützen und dauerhaft die Opferrolle zu verlassen.

 

Bei der Note 4 (ausreichend) geht es darum, einen bereits laufenden Angriff zu beenden. Die Schüler lernen sich aus bedrohlichen Griffen (Schwitzkasten, Würgen, Umklammern usw.) zu befreien. Hierbei kommt es darauf an, dass nur Techniken verwendet werden, mit denen sich jeder, unabhängig von der Körperkraft, Größe und Schnelligkeit, gegen stärkere Angreifer verteidigen kann.

 

Besser ist es, wenn das Greifen, Würgen, Klammern, Schlage usw. gar nicht erst zustande kommt. Für die Note 3 (befriedigend) gilt es, dieses bereits im Ansatz zu verhindern.

 

Noch besser ist es, wenn der potentielle Angreifer es gar nicht erst versucht, einen Angriff zu starten. Die Note 2 (gut) steht für den Wechsel von Selbstverteidigung zur Selbstbehauptung. Durch eine aussagekräftige Selbstbehauptung wird der Angriffswille gebrochen. Es entsteht gar kein Körperkontakt mehr und weder Verteidiger noch Angreifer werden verletzt.

 

Das Optimalziel ist die Note 1 (sehr gut). Durch das Durchlaufen der einzelnen Noten steigert sich das Selbstbewusstsein ständig. Dieses neu erworbene Selbst-bewusstsein und die damit verbundene Ausstrahlung lässt die Schüler die Opferrolle verlassen. Sie werden nicht mehr belästigt oder angegriffen und haben jetzt sogar die Möglichkeit, Schwächeren beizustehen. Denn nur wer für seine eigene Sicherheit sorgen kann, hat den Mut Zivilcourage zu zeigen.

 

Die Schüler / innen lernen, sich in gefährlichen Situationen klug zu verhalten und legen somit einen Grundstein für ihr ganzes Leben. Sie werden später solchen Situationen niemals hilflos gegenüberstehen. Über die Teilnahme am Gewaltpräventionskurs erhält jede/r Schüler/in ein entsprechendes Zertifikat.

 

 


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